Deutsch Deutsch
4 min Lesezeit

Warum korrekte Stammdaten wichtig sind

Was sind eigentlich „Stammdaten“ und warum brauchen wir die?

Stammdaten sind die Grundinformationen über die betrieblich relevanten Objekte in einem Unternehmen, die in der betrieblichen Anwendungssoftware (ERP-System oder Finanzbuchhaltungssystem) gespeichert sind. Im Handel sind dies die Informationen über die einzelnen Produkte wie Preis, Mengeneinheit, Namen, Mindesthaltbarkeitsdatum usw. bis hin zu sehr detaillierten Informationen, die aufgrund von gesetzlichen Vorgaben vorhanden und gespeichert werden müssen (z.B. Details über Inhaltsstoffe und potentielle Allergene aufgrund der Lebensmittel­informationsverordnung)

Die Korrektheit und Vollständigkeit von Stammdaten ist für alle Beteiligten entlang der Lieferkette von großer Bedeutung.

Hersteller

Die Produkthersteller sind dafür verantwortlich, dass die korrekten Daten bereitgestellt werden, und von allen anderen Beteiligten entlang der Lieferkette entsprechend genutzt werden können.

Logistiker und Speditionen

Hier werden die Stammdaten dafür gebraucht, um Lieferung und Versand sicherzustellen und zu planen. Stammdaten enthalten beispielsweise auch Packungsgrößen und Packungsbeschreibungen (Palette, Box, Sack, flüssig, fest, etc.), welche für die reibungslose Produktlogistik von großer Bedeutung sind.

Geschäfte und Händler

Diese brauchen die korrekten Stammdaten um den Verkauf entsprechend planen zu können. So enthalten die Stammdaten auch Angaben über Displaygrößen und enthaltene Einzelstücke, welche für eine Planung der Logistik im Geschäft unerlässlich sind.

Nicht zu vernachlässigen ist die Rolle von Stammdaten aber auch für die Endkonsumenten.

Stammdaten und Konsumenten

Unser heutiges Leben ist geprägt von digitaler Durchdringung in Form von Vernetzung und entsprechenden Endgeräten wie Smartphones, Smartwatches und Tablets. Im Speziellen das Smartphone macht den Konsumenten von heute anspruchsvoller denn je.


Smartphone und damit verbundene Dienste für den Konsumenten
Smartphone und damit verbundene Dienste für den Konsumenten

Inspirationen und Angebote

Konsumenten holen sich Inspirationen und Angebote über bestimmte Produkte über ihr Smartphone. Sei es bewusst durch aktives Suchen mit dem mobilen Browser oder einer App, oder unbewusst, indem Sonderangebote auf das Telefon gepusht werden — zum Beispiel wenn man eine bestimmte Kundenkarte bei stocard am Smartphone gespeichert hat.

Mobile Coupons

Was früher noch mit Papiercoupons passierte, wird heute immer mehr mit dem Smartphone erledigt. Gutscheine und Einladungen für Spezialangebote werden auf dem Smartphone gespeichert und an der Supermarktkasse direkt vom Smartphonedisplay gescannt.

Preisvergleiche

Vor allem im Bereich der Unterhaltungselektronik informieren sich Konsumenten heute sehr genau über die Preise der verschiedenen Anbieter, und entscheiden oft erst nach detailliertem Preisvergleich. Dank Smartphone ist der Preisvergleich jederzeit auch direkt im Geschäft möglich.

Zahlung

Neue Konzepte wie beispielsweise ApplePay erlauben das Bezahlen mit Hilfe des Smartphones mit Near Field Communication (NFC) und Password bzw. Fingerabdruckleser am iPhone.

Add-On Funktionalitäten

Dazu gehören beispielsweise Kartendienste am Smartphone, die den Weg zum Einkaufszentrum anzeigen (Apple Maps oder Google Maps), aber auch Indoor-Navigationsdienste, die eine Orientierung im Einkaufszentrum selbst erlauben. Weitere Dienste sind beispielsweise Einkaufslisten-Apps oder Kundenkarten-Apps.

Self-Scanning

War der Strichcode früher ausschließlich für die Supermarktkasse relevant, so wird er heute auch von Konsumenten verwendet, die mit ihren Smartphones die Strichcodes und QR-Codes scannen, um weitere Informationen aus dem Internet über das Produkt abzurufen.

Implikationen auf das Stamm­daten­management

Vor allem durch das Self-Scanning steigt das Verlangen von Konsumenten nach detaillierter Produktinformation.
So kaufen heute immer mehr Konsumenten bewusster ein, und wollen nicht nur das Herkunftsland eines Produktes wissen, sondern auch die Verarbeitunghistorie und die enthaltenen Inhaltsstoffe. Informationssysteme wie das fTRACE-System von GS1-Germany helfen dabei, ein Vertrauen zwischen Kunden und Herstellern aufzubauen.

Auf den Punkt gebracht:

Jeder will Produktinformationen haben, denen er trauen kann. Darauf baut die gesamte Lieferkette vom Produzenten bis hin zum Endkonsumenten auf.

Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass die korrekten Stammdaten von den Produzenten für alle Beteiligten entsprechend zur Verfügung gestellt werden.

Themen

Meistgelesen

Weiterlesen

4 min Lesezeit

E-Rechnung in Deutschland: Der umfassende Leitfaden zur E-Rechnungspflicht

E-Rechnung in Deutschland ab 2026: Alles zur E-Rechnungspflicht im B2B. Fristen, Formate (XRechnung, ZUGFeRD) & wie Sie gesetzeskonform bleiben. Jetzt lesen!

20 min Lesezeit

Warum Rechnungsaufbewahrung nicht dasselbe ist wie rechtskonforme Archivierung

E-Rechnungen speichern reicht nicht. Rechtskonforme Archivierung sichert Integrität, Herkunft, Lesbarkeit und Prüfbarkeit langfristig.

6 min Lesezeit

E-Rechnung validieren in Deutschland: So erfüllen Sie die Anforderungen ganz einfach

E-Rechnung kostenlos validieren: Prüfen Sie XRechnung, ZUGFeRD, UBL und CII nach aktuellen deutschen Anforderungen mit ecosio.

10 min Lesezeit

Erfolgreiche Umstellung auf E-Rechnung: Experten-Insights

ecosio Interview: KPMG-Experten erklären, wie Unternehmen E-Invoicing-Projekte strukturieren, Compliance sichern und den richtigen Anbieter auswählen.

7 min Lesezeit

E-Invoicing in Australien: Peppol, PINT A-NZ und Fristen im Überblick

Australien nutzt das Peppol-Netzwerk für E-Invoicing unter Leitung der ATO. Bundesbehörden müssen Peppol-Rechnungen empfangen, B2B ist freiwillig. Dieser Guide erklärt PINT A-NZ, Fristen, Anforderungen und wie Unternehmen sich anbinden.

1 min Lesezeit

E-Invoicing in Neuseeland: Alles, was Unternehmen jetzt wissen müssen

Erfahren Sie, welche Peppol-Anforderungen für E-Invoicing in Neuseeland gelten, welche Fristen wichtig sind und wie Unternehmen die Umsetzung vorbereiten.

10 min Lesezeit

Wie schwierig ist der Wechsel des E-Rechnung Anbieters wirklich?

Erfahren Sie, wann ein Wechsel des E-Rechnung Anbieters sinnvoll ist und wie Unternehmen die Migration strukturiert planen.

1 min Lesezeit

Peppol in Singapur: InvoiceNow, IMDA und die GST-Integration

Singapur treibt E-Invoicing mit Peppol und InvoiceNow voran. Dieser Leitfaden erklärt die Rolle von IMDA und IRAS, die neuen GST-Anforderungen und wie sich Unternehmen compliant anbinden.

1 min Lesezeit

E-Rechnung: Anforderungen an die strategische Nutzung

Erfahren Sie, welche E-Rechnung-Anforderungen erfüllt werden müssen, welche Vorgaben gelten und wie Sie Compliance strategisch und effizient umsetzen.

7 min Lesezeit

E-Invoicing in Spanien: VeriFactu, Crea y Crece und neue Fristen ab 2027

Spanien verschiebt die verpflichtende Nutzung des VeriFactu-Systems auf 2027. Unternehmen müssen sich dennoch frühzeitig auf zertifizierte Rechnungsstellungssysteme (SIF), neue technische Anforderungen und die kommende B2B-E-Invoicing-Pflicht vorbereiten. Dieser Artikel erklärt die...

8 min Lesezeit

E-Rechnung in Kroatien: Fiskalisierung 2.0, Pflichten und Fristen ab 2026

Seit dem 1. Januar 2026 gilt die verpflichtende B2B E-Rechnung in Kroatien mit paralleler Fiskalisierung und E-Reporting. Unternehmen müssen UBL 2.1 gemäß CIUS verwenden, Transaktionen melden und 11 Jahre archivieren....

8 min Lesezeit

E-Rechnung in Serbien: Pflicht, Fristen und E-Transport im Überblick

Serbien erweitert die E-Rechnungspflicht (SEF) um E-Transport (e-Otpremnica), also elektronische Lieferscheine und Empfangsbestätigungen. Hier finden Sie Zeitplan, Pflichten und Umsetzungstipps.

1

🇫🇷 Prêt pour la facturation électronique en France ?

Accédez à notre kit de préparation et obtenez :

  • – Une vision claire des obligations à venir
  • – Les clés pour choisir la bonne solution
  • – Des outils pour évaluer votre conformité
  • – Des conseils d’experts concrets