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ecosio ist PEPPOL Access Point Provider

PEPPOL — Hintergrund

Die Ausgangssituation, warum PEPPOL von der EU ins Leben gerufen wurde, war dass öffentliche Stellen in Summe der größte Auftraggeber in der EU sind. Das Einkaufsvolumen der öffentlichen Beschaffung wird im EU-Raum auf rund 16% des Bruttonationalproduktes der gesamten EU geschätzt — dies sind etwa 1.500 Milliarden Euro. Gleichzeitig waren die Möglichkeiten und Fähigkeiten der öffentlichen Beschaffung, Prozesse wie Ausschreibungen, Bestellungen, Rechnungen oder Kataloge vollelektronisch und integriert abzuwickeln im Vergleich zu privaten Unternehmen noch eher gering entwickelt. Um nun der öffentlichen Beschaffung europaweit eine entsprechende Infrastruktur an einheitlichen Prozessen und Formaten zu bieten, initiierte die EU im Jahr 2008 das PEPPOL-Projekt.


PEPPOL Logo [Quelle: http://peppol.eu]
PEPPOL Logo [Quelle: http://peppol.eu]

Die Idee der EU hinter PEPPOL ist, dass jedes Unternehmen in Europa — egal welcher Größe — mit jedem öffentlichen Auftraggeber in einem jeden EU-Land auf Basis von standardisierten Lösungen elektronische Nachrichten austauschen kann. Das Spektrum an ausgetauschen Nachrichten im Rahmen des e-Procurements umfasst dabei Geschäftsdokumente wie Kataloge, Lieferantendokumentationen, Bestellungen und natürlich Rechnungen. Bereits existierende nationale Lösungen, sowie bestehende EDI-Netzwerke können dabei über die einheitliche PEPPOL-Schnittstelle miteinander verbunden werden.

PEPPOL und die ecosio-Infrastruktur

Durch die Anbindung an PEPPOL können ecosio Kunden PEPPOL-konforme Bestellungen, Rechnungen, etc. mit öffentlichen Einrichtungen und privatwirtschaftlichen Unternehmen im gesamten EU-Raum austauschen. Im Rahmen der öffentlichen Beschaffung ist PEPPOL ein wichtiger Schritt in Richtung e-Invoicing, das hohe Kosten­ersparnisse aufgrund von schnelleren Rechnungslegungs­prozessen sowie weniger Fehler aufgrund manueller Interaktion und konsistentem Daten­management ermöglicht. Somit können dieselben Vorteile die durch den Einsatz von EDI-Lösungen im B2B (Business-to-Business) Bereich erzielt werden, nun auch im G2B (Government-to-Business) Bereich erzielt werden. Zudem setzen auch immer mehr Großunternehmen auf PEPPOL als Alternative zu bestehenden EDI-Verfahren.

In weiterführenden Beiträgen werden wir uns genauer mit den technischen Komponenten und Details von PEPPOL beschäftigen und Datenformate sowie Übertragungsprotokolle näher beleuchten. Insbesondere bei der Übertragung von Nachrichten im PEPPOL-Netzwerk ergeben sich in Zukunft interessante Neuerungen.

Die derzeit noch zur Kommunikation der Nachrichten genutzten Web Service Standards sollen in Zukunft durch das — EDI-Experten bereits gut bekannte — AS2-Protokoll ersetzt werden.

Noch Fragen zu PEPPOL?

Haben Sie Fragen zur Nutzung von PEPPOL über das ecosio-Netzwerk oder EDI generell? Kontaktieren Sie uns oder benutzen Sie unseren Chat – wir vereinbaren gerne einen individuellen Beratungstermin mit Ihnen.

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