Deutsch Deutsch
3 min Lesezeit

Elektronischer Datenaustausch mit Spar Österreich

ECR und EDI bei Spar Österreich

Spar (eigentlich korrekt: Spar Österreichische Warenhandels-AG) ist Mitglied der ECR-Initiative (Efficient Consumer-Response) Österreichs und lebt die ECR-Grundsätze aktiv in seiner operativen Tätigkeit. Unter ECR versteht man dabei die Zusammenarbeit aller an einer Wertschöpfungskette beteiligten Unternehmen, mit dem Ziel die Wünsche des Endkonsumenten besser, schneller und vor allem kostengünstiger erfüllen zu können.
Neben der besseren Befriedung der Bedürfnisse des Endkonsumenten sollen aber vor allem auch die Rationalisierungspotenziale entlang der Wertschöpfungskette optimal ausgenutzt werden. Erreicht wird dies beispielsweise durch den Einsatz von elektronischem Datenaustausch (EDI) zwischen den beteiligten Partnern entlang der Wertschöpfungskette.


Eine Spar-Filiale in Österreich
Eine Spar-Filiale in Österreich

In Bezug auf EDI bedeutet dies, dass Sie als Lieferant die Möglichkeit haben elektronische Bestellungen (ORDERS) zu bekommen und Sie umkehrt elektronische Lieferscheine (DESADV) und Rechnungen (INVOIC) an Spar senden können. Bevor es zum Versand von elektronischen Dokumenten kommt, müssen vorab die Stammdaten an Spar kommuniziert werden.

Schritt 1: Stammdatenabgleich

Unter Stammdaten versteht man einerseits die Daten Ihres Unternehmens wie z.B. Ansprechpartner, Adressen, etc. und andererseits die Daten der von Ihnen angebotenen Produkte. Für die Identifikation von Unternehmen wird dabei auf die Global Location Number (GLN) zurückgegriffen, während die Identifikation von Produkten auf den Global Trade Identification Numbers (GTIN) basiert.

Für den Abgleich der Stammdaten zwischen Ihrem Unternehmen und Spar stehen Ihnen zwei verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Entweder Sie tragen die Daten im Lieferantenportal von Spar ein (kostenfrei) oder Sie übermitteln die Daten auf Basis der von Ihnen schon gepflegten Stammdaten in Ihrem 1WorldSync Portal (kostenpflichtig). In Ausnahmefällen ist auch die Übermittlung von PRICATs möglich (bspw. dann, wenn sich Ihr Produktsortiment sehr oft ändert).

Schritt 2: Test-ORDERS

Sind Ihre Stammdaten erfolgreich an Spar kommuniziert worden, können Sie von Spar eine Testbestellung anfordern. Dabei übermittelt Ihnen Spar eine EDIFACT-Bestellung mit Testdaten an Ihr ERP-System.

Bei der Einrichtung der EDI-Verbindung zwischen Spar und Ihrem ERP-System hilft Ihnen ein EDI-Dienstleister weiter. Der Dienstleister stellt dabei die technische Verbindung her (z.B. über X.400, SFTP, AS2, etc.) und konvertiert bei Bedarf das EDIFACT-Format von Spar in das von Ihnen gewünschte Format (typischerweise jenes, das von Ihrem ERP-System importiert werden kann).

Wenn der Import der Testbestellung erfolgreich war, können Sie im nächsten Schritt mit dem Test von elektronischen Lieferscheinen und Rechnungen beginnen.

Schritt 3: Test-DESADV

Der Lieferschein ist vor allem für Großunternehmen und deren Eingangslogistik wichtig. Auf Basis der vor der eigentlichen Lieferung übermittelten Information können in den Lagern und Filialen von Spar die Logistikprozesse koordiniert werden. Das dabei übermittelte Dokument ist ein Lieferavis – ein sogenannter DESADV (despatch advice). Dabei gilt (Stand Oktober 2014) folgende Regelung:

  • Filialbelieferung: DESADV ist ein Muss. NVE ist nicht notwendig.
  • Großhandel: DESADV ist ab einem bestimmten Volumen gewünscht (wenn palettenweise angeliefert wird). NVE ist dabei ein Muss.

Schritt 4: Test-INVOIC

Nachgelagert zu einem Lieferschein können Sie auch die Rechnung elektronisch an Spar übermitteln. Der Vorteil für Sie ist dabei, dass keine Rechnung am Postweg verloren gehen kann (inhärent gewährleistet durch EDI) und die Rechnung auch schneller bei Spar ankommt. Das bedeutet für Sie, dass die Rechnung am Ende des Tages auch schneller bezahlt wird.

Interesse an EDI mit Spar?

Sie wollen auch elektronische Bestellungen von Spar empfangen und umgekehrt Lieferscheine und Rechnungen an Spar senden? Nehmen Sie mit uns Kontakt auf oder benutzen Sie unseren Chat – wir helfen Ihnen gerne weiter.

Meistgelesen

Weiterlesen

4 min Lesezeit

E-Rechnung in Deutschland: Der umfassende Leitfaden zur E-Rechnungspflicht

E-Rechnung in Deutschland ab 2026: Alles zur E-Rechnungspflicht im B2B. Fristen, Formate (XRechnung, ZUGFeRD) & wie Sie gesetzeskonform bleiben. Jetzt lesen!

20 min Lesezeit

Warum Rechnungsaufbewahrung nicht dasselbe ist wie rechtskonforme Archivierung

E-Rechnungen speichern reicht nicht. Rechtskonforme Archivierung sichert Integrität, Herkunft, Lesbarkeit und Prüfbarkeit langfristig.

6 min Lesezeit

E-Rechnung validieren in Deutschland: So erfüllen Sie die Anforderungen ganz einfach

E-Rechnung kostenlos validieren: Prüfen Sie XRechnung, ZUGFeRD, UBL und CII nach aktuellen deutschen Anforderungen mit ecosio.

10 min Lesezeit

Erfolgreiche Umstellung auf E-Rechnung: Experten-Insights

ecosio Interview: KPMG-Experten erklären, wie Unternehmen E-Invoicing-Projekte strukturieren, Compliance sichern und den richtigen Anbieter auswählen.

7 min Lesezeit

E-Invoicing in Australien: Peppol, PINT A-NZ und Fristen im Überblick

Australien nutzt das Peppol-Netzwerk für E-Invoicing unter Leitung der ATO. Bundesbehörden müssen Peppol-Rechnungen empfangen, B2B ist freiwillig. Dieser Guide erklärt PINT A-NZ, Fristen, Anforderungen und wie Unternehmen sich anbinden.

1 min Lesezeit

E-Invoicing in Neuseeland: Alles, was Unternehmen jetzt wissen müssen

Erfahren Sie, welche Peppol-Anforderungen für E-Invoicing in Neuseeland gelten, welche Fristen wichtig sind und wie Unternehmen die Umsetzung vorbereiten.

10 min Lesezeit

Wie schwierig ist der Wechsel des E-Rechnung Anbieters wirklich?

Erfahren Sie, wann ein Wechsel des E-Rechnung Anbieters sinnvoll ist und wie Unternehmen die Migration strukturiert planen.

1 min Lesezeit

Peppol in Singapur: InvoiceNow, IMDA und die GST-Integration

Singapur treibt E-Invoicing mit Peppol und InvoiceNow voran. Dieser Leitfaden erklärt die Rolle von IMDA und IRAS, die neuen GST-Anforderungen und wie sich Unternehmen compliant anbinden.

1 min Lesezeit

E-Rechnung: Anforderungen an die strategische Nutzung

Erfahren Sie, welche E-Rechnung-Anforderungen erfüllt werden müssen, welche Vorgaben gelten und wie Sie Compliance strategisch und effizient umsetzen.

7 min Lesezeit

E-Invoicing in Spanien: VeriFactu, Crea y Crece und neue Fristen ab 2027

Spanien verschiebt die verpflichtende Nutzung des VeriFactu-Systems auf 2027. Unternehmen müssen sich dennoch frühzeitig auf zertifizierte Rechnungsstellungssysteme (SIF), neue technische Anforderungen und die kommende B2B-E-Invoicing-Pflicht vorbereiten. Dieser Artikel erklärt die...

8 min Lesezeit

E-Rechnung in Kroatien: Fiskalisierung 2.0, Pflichten und Fristen ab 2026

Seit dem 1. Januar 2026 gilt die verpflichtende B2B E-Rechnung in Kroatien mit paralleler Fiskalisierung und E-Reporting. Unternehmen müssen UBL 2.1 gemäß CIUS verwenden, Transaktionen melden und 11 Jahre archivieren....

8 min Lesezeit

E-Rechnung in Serbien: Pflicht, Fristen und E-Transport im Überblick

Serbien erweitert die E-Rechnungspflicht (SEF) um E-Transport (e-Otpremnica), also elektronische Lieferscheine und Empfangsbestätigungen. Hier finden Sie Zeitplan, Pflichten und Umsetzungstipps.

1

🇫🇷 Prêt pour la facturation électronique en France ?

Accédez à notre kit de préparation et obtenez :

  • – Une vision claire des obligations à venir
  • – Les clés pour choisir la bonne solution
  • – Des outils pour évaluer votre conformité
  • – Des conseils d’experts concrets