Deutsch Deutsch
1 min Lesezeit

Elektronische Rechnungsstellung in Serbien

Wie viele andere europäische Länder, hat Serbien in den vergangenen Jahren schrittweise Vorschriften für die elektronische Rechnungsstellung eingeführt. Damit verfolgt das Land einerseits das Ziel, die nationale Wirtschaft zu stimulieren und andererseits Business-to-Government-Transaktionen (B2G) und Business-to-Business-Transaktionen (B2B) transparenter und effizienter zu machen.

Seit dem 01. Januar 2023 ist die elektronische Rechnungsstellung im serbischen B2B-Geschäft für alle serbischen Unternehmen verbindlich. Dies gilt ebenfalls für alle ausländischen Unternehmen, die mit lokalen Steuervertretern in Serbien tätig sind. Das neue nationale Rechnungsstellungssystem heißt Sistem eFaktura (SeF) und ähnelt dem in Italien derzeit verwendeten Verrechnungsmodell.

Die E-Rechnung in Serbien

01. Mai 2022:

  • Unternehmen sind verpflichtet, allen Kunden aus dem öffentlichen Sektor elektronische Rechnungen zu auszustellen (B2G)
  • Öffentliche Einrichtungen in Serbien müssen fähig sein elektronische Rechnungen zu empfangen, zu verarbeiten und zu archivieren
  • Die elektronische Rechnungsstellung wird für Government-to-Government-Transaktionen (G2G) verpflichtend

01. Juli 2022:

  • Öffentliche Einrichtungen in Serbien müssen elektronische Rechnungen an alle Partner senden (G2G und G2B)
  • Privatwirtschaftliche Unternehmen müssen in der Lage sein, elektronische Rechnungen von Geschäftspartnern aus dem öffentlichen Sektor zu empfangen, zu verarbeiten und zu archivieren

01. Januar 2023:

  • Die elektronische Rechnungsstellung wird für alle B2B-Transaktionen verpflichtend

Für wen gelten die serbischen Vorschriften zur E-Rechnung?

Die neuen Vorschriften für die elektronische Rechnungsstellung gelten für folgende Transaktionen: B2B, B2G, G2B und G2G. Folglich müssen alle in Serbien tätigen Unternehmen und Behörden in der Lage sein, elektronische Rechnungen zu versenden, zu empfangen, zu verarbeiten und zu archivieren.

Technische Anforderungen

Dokumenttypen

  • Rechnungen
  • Gutscheine

EDI-Format

  • XML (UBL 2.1 Standard, Syntax Universal Business Language) gemäß der serbischen Core Invoice Usage Specification (CIUS) der europäischen Norm EN16931

Übertragungsportal

Welche Strafen können bei Verstößen verhängt werden?

Unternehmen, die elektronische Rechnungen nicht rechtzeitig oder nicht korrekt ausstellen, müssen mit Geldbußen zwischen 1 700 Euro und 17 000 Euro je Verstoß rechnen. Darüber hinaus können Geschäftsführer bei Verstößen mit persönlichen Geldbußen zwischen 420 Euro und 1 270 Euro belegt werden.

So bleiben Sie rechtskonform

Unternehmen, die in Serbien tätig sind, haben zwei Möglichkeiten rechtskonform zu bleiben – sie können alles intern abwickeln oder die Unterstützung eines E-Rechnungs-Dienstleisters in Anspruch nehmen.

Alles intern abwickeln

Elektronische Rechnungen intern empfangen, verarbeiten und archivieren zu können erfordert eigene, interne Software. Dies erzeugt erhebliche interne Aufwände. Kleinere Unternehmen, mit geringem Rechnungsvolumen, können ihre Rechtskonformität sicherstellen, indem sie ihre Rechnungsdaten manuell in das serbische Rechnungsstellungssystem, Sistem eFaktura, eintragen. Hierbei ist größte Sorgfalt geboten. Die Daten händisch in das System einzugeben erzeugt einen erheblichen Aufwand und das Fehlerpotenzial steigt. Für Unternehmen, die große Rechnungsvolumina senden und empfangen, ist dies kein effizienter Ansatz.

Einen E-Rechnungs-Dienstleister hinzuziehen

Der logische Weg für die meisten Unternehmen ist, die Unterstützung eines spezialisierten Dienstleisters – wie ecosio – hinzuzuziehen. Denn das sorgt umgehende Rechtskonformität, da diese Unternehmen Ihre Rechnungsdetails nicht manuell eingeben oder extrahieren müssen. Das setzt Zeit frei. Stattdessen überträgt der Dienstleister alle relevanten Daten über eine API-Verbindung an das das serbische Rechnungsstellungssystem SeF. Dadurch können sich die internen Teams wieder auf ihre Kernaufgaben konzentrieren.

Den richtigen E-Rechnungs-Dienstleister auswählen

Heute verfügbare Lösungen für die elektronische Rechnungsstellung unterscheiden sich stark in ihren Funktionen. Bevor Sie sich für einen Dienstleister entscheiden, ist es wichtig, die folgenden Fragen zu stellen und zu beantworten.

Kann der Dienstleister die elektronische Rechnungsstellung mühelos machen?

Im Gegensatz zu ecosio bieten nicht alle E-Rechnungs-Dienstleister einen Fully-Managed-Service. Dadurch ist der Nachrichtenaustausch bei einigen Anbietern mit einem deutlich höheren internen Aufwand verbunden als bei anderen. Es lohnt sich, die verschiedenen Lösungen im Entscheidungsprozess genau zu prüfen – auch, um festzustellen, welche Aufgaben intern zu erledigen bleiben.

Bietet der Dienstleister eine API-Verbindung an?

Über eine API-Verbindung, wie sie ecosio anbietet, kann der Dienstleister Rechnungsdaten extrahieren und automatisch an Ihr bestehendes ERP-/Buchhaltungssystem übermitteln. Die Lösung von ecosio bietet zudem eine Ende-zu-Ende-Nachrichten-Transparenz. Damit können Ihre internen Teams alle Nachrichten-Status, wie die Empfangs- oder Öffnungsstatus, etc. in Echtzeit einsehen.

Handelt es sich um einen in Serbien offiziell anerkannten E-Rechnungs-Dienstleister?

Viele Unternehmen bieten E-Rechnungs-Lösungen an, sind aber nicht immer mit den Besonderheiten der serbischen Vorschriften vertraut oder haben eine bestehende Verbindung zum SeF-Portal. Als offizieller E-Rechnungs-Dienstleister in Serbien verfügt ecosio über die besten Voraussetzungen, um Sie bei der Einhaltung neuer Vorschriften zu unterstützen.

Ist der Dienstleister ein zertifizierter Peppol-Access-Point?

International gewinnt Peppol zunehmend an Akzeptanz. In vielen Ländern ist die Peppol-Kompatibilität bereits verpflichtend. In Serbien ist sie zwar nicht vorgeschrieben, aber für internationale und wachstumsorientierte Unternehmen ist es sinnvoll, einen zertifizierten Dienstleister wie ecosio zu wählen, der Sie bei Bedarf als Peppol-Access-Point unterstützen kann.

Benötigen Sie mehr Informationen?

Wir sind Ihre Experten für den automatisierten Nachrichtenaustausch und haben bereits hunderte Unternehmen von den Vorteilen der elektronischen Rechnungsstellung überzeugt. Wenn Sie weitere Informationen zur E-Rechnung in Serbien wünschen, kontaktieren Sie uns noch heute. Wir helfen Ihnen gerne bei Ihrer Prozessoptimierung.

Kennen Sie schon unseren kostenlosen XML/Peppol-Dokumentenvalidator?

Wer alle die Hilfe oder eine einfache Möglichkeit suchen Formate und Dateitypen zu validieren – von Cross-Industry Invoice (CII) bis Universal Business Language (UBL), denen bieten wir unseren kostenlosen XML/Peppol-Dokumenten-Validator an. Hier können Sie den Online-Validator kostenlos ausprobieren.

Sie verstehen nur Bahnhof?

Die Welt der E-Rechnung ist voller Fachausdrücke und Akronyme. Niemand kann erwarten, dass sich jeder alle Begriffe merken kann. Wir wollen Ihnen dabei helfen, indem wir ein neues Glossar mit Fachbegriffen aus dem Bereich EDI und E-Invoicing erstellt haben. Schauen Sie doch einmal rein.

Meistgelesen

Weiterlesen

4 min Lesezeit

E-Rechnung in Deutschland: Der umfassende Leitfaden zur E-Rechnungspflicht

E-Rechnung in Deutschland ab 2026: Alles zur E-Rechnungspflicht im B2B. Fristen, Formate (XRechnung, ZUGFeRD) & wie Sie gesetzeskonform bleiben. Jetzt lesen!

6 min Lesezeit

E-Rechnung validieren in Deutschland: So erfüllen Sie die Anforderungen ganz einfach

E-Rechnung kostenlos validieren: Prüfen Sie XRechnung, ZUGFeRD, UBL und CII nach aktuellen deutschen Anforderungen mit ecosio.

10 min Lesezeit

Erfolgreiche Umstellung auf E-Rechnung: Experten-Insights

ecosio Interview: KPMG-Experten erklären, wie Unternehmen E-Invoicing-Projekte strukturieren, Compliance sichern und den richtigen Anbieter auswählen.

7 min Lesezeit

E-Invoicing in Australien: Peppol, PINT A-NZ und Fristen im Überblick

Australien nutzt das Peppol-Netzwerk für E-Invoicing unter Leitung der ATO. Bundesbehörden müssen Peppol-Rechnungen empfangen, B2B ist freiwillig. Dieser Guide erklärt PINT A-NZ, Fristen, Anforderungen und wie Unternehmen sich anbinden.

1 min Lesezeit

E-Invoicing in Neuseeland: Alles, was Unternehmen jetzt wissen müssen

Erfahren Sie, welche Peppol-Anforderungen für E-Invoicing in Neuseeland gelten, welche Fristen wichtig sind und wie Unternehmen die Umsetzung vorbereiten.

1 min Lesezeit

E-Rechnung: Anforderungen an die strategische Nutzung

Erfahren Sie, welche E-Rechnung-Anforderungen erfüllt werden müssen, welche Vorgaben gelten und wie Sie Compliance strategisch und effizient umsetzen.

7 min Lesezeit

E-Invoicing in Spanien: VeriFactu, Crea y Crece und neue Fristen ab 2027

Spanien verschiebt die verpflichtende Nutzung des VeriFactu-Systems auf 2027. Unternehmen müssen sich dennoch frühzeitig auf zertifizierte Rechnungsstellungssysteme (SIF), neue technische Anforderungen und die kommende B2B-E-Invoicing-Pflicht vorbereiten. Dieser Artikel erklärt die...

8 min Lesezeit

E-Rechnung in Kroatien: Fiskalisierung 2.0, Pflichten und Fristen ab 2026

Seit dem 1. Januar 2026 gilt die verpflichtende B2B E-Rechnung in Kroatien mit paralleler Fiskalisierung und E-Reporting. Unternehmen müssen UBL 2.1 gemäß CIUS verwenden, Transaktionen melden und 11 Jahre archivieren....

8 min Lesezeit

E-Rechnung in Serbien: Pflicht, Fristen und E-Transport im Überblick

Serbien erweitert die E-Rechnungspflicht (SEF) um E-Transport (e-Otpremnica), also elektronische Lieferscheine und Empfangsbestätigungen. Hier finden Sie Zeitplan, Pflichten und Umsetzungstipps.

7 min Lesezeit

E-Invoicing-Compliance einfach gestalten – ohne Ihr Geschäft auszubremsen

Vereinfachen Sie die E-Invoicing-Compliance mit skalierbaren Strategien – für weniger Risiko, weniger manuellen Aufwand und revisionssichere Rechnungen im großen Stil.

3 min Lesezeit

E-Invoicing Compliance: So gelingt die internationale Umsetzung

Globale E-Rechnungsanforderungen nehmen rasant zu – erfahren Sie, wie Ihr Unternehmen mit der richtigen E-invoicing Compliance-Strategie rechtssicher und effizient agiert.

3 min Lesezeit

Multinationale E-Rechnung: Sind Sie bereit für die neue Realität der E-Rechnungsstellung?

Die multinationale E-Rechnung ist mehr als nur ein Trend – sie ist eine gesetzliche Pflicht. Erfahren Sie, warum Ihr Unternehmen jetzt handeln muss, um global wettbewerbsfähig und compliant zu bleiben.

1

🇫🇷 Prêt pour la facturation électronique en France ?

Accédez à notre kit de préparation et obtenez :

  • – Une vision claire des obligations à venir
  • – Les clés pour choisir la bonne solution
  • – Des outils pour évaluer votre conformité
  • – Des conseils d’experts concrets