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Elektronischer Daten­austausch (EDI) mit Hornbach

Über Hornbach

Die Hornbach-Baumarkt-AG ist einer der größten Bau- und Gartenmarktbetreiber Europas. Der Sitz der Gesellschaft ist in Bornheim (Pfalz) und aktuell ist Hornbach in neun Ländern tätig.


Hornbach Logo
Hornbach Logo

Selbst wenn man nicht zur Baumarkt-Fraktion gehört, wird man im Fernsehen über kurz oder lang mit einem Werbespot von Hornbach konfrontiert. Die Spots von Hornbach zeichnen sich hier durch speziellen Witz aus. So malt beispielsweise schon einmal der Familienvater das ganze Haus für seine Gothic-Tochter in schwarz an. Im folgenden Beitrag von Klonblog gibt es dazu eine gute Rezension.


Hornbach Werbung (klonblog.de
Hornbach Werbung (klonblog.de

Unser persönlicher Favorit für 2015 ist die folgende „Frühling mit Hornbach“-Radiowerbung.

 

Im Gegensatz zur Werbung geht es im Bereich elektronischer Datenaustausch eher klassisch konservativ zu — ORDERS, DESADV und INVOIC prägen das Bild.

Einsatz von EDI

Die große Sortimentsvielfalt des Baumarktes (~ 120.000 Artikel) erfordert eine besondere Sorgfalt beim Betrieb der verschiedenen Beschaffungsprozesse. Um eine reibungslose und effiziente Kommunikation mit den einzelnen Lieferanten zu ermöglichen, werden Dokumente bevorzugt automatisch per EDI ausgetauscht.

Dabei setzt Hornbach auf den Einsatz von EDIFACT EANCOM in den Formaten D96A und D01B, wobei die folgenden Dokumenttypen verwendet werden:


EDI-Dokumentabfolge bei Hornbach
EDI-Dokumentabfolge bei Hornbach

  • ORDERS — Für die Übermittlung von Bestellungen von Hornbach an den Lieferanten.
  • DESADV — Für die Übermittlung von Lieferavis vom Lieferanten an Hornbach.
  • INVOIC — Für die Übermittlung von Rechnungen vom Lieferanten an Hornbach.

Der elektronische Datenaustausch kommt dabei sowohl beim Strecken-, als auch beim Lagergeschäft zum Einsatz.

Lagergeschäft vs. Streckengeschäft

Beim Lagergeschäft bestellt Hornbach regulär für seine eigenen Filialen eine bestimmte Menge eines Produktes. Die EDI-Bestellungen, Lieferscheine und Rechnungen enthalten dabei die entsprechenden Lieferortangaben, üblicherweise im NAD+DP-Segment (= Delivery Point). Der Versand der Produkte erfolgt zu den Lagern von Hornbach, wobei der Versand mit DESADV-Nachrichten an Hornbach vorangemeldet wird. Die Rechnung wird anschließend per INVOIC-Nachricht an Hornbach übermittelt.

Beim Streckengeschäft bestellt ein Kunde von Hornbach ein Produkt im Hornbach-Onlineshop. Auch hier wird die Bestellung regulär per ORDERS-Nachricht übermittelt. In der Bestellung ist jedoch zusätzlich ein NAD+UC-Segment (für Ultimate Consignee – dt. “Endempfänger”) angegeben. Der Versand der Ware erfolgt direkt an den Endkunden und nicht an Hornbach. Dennoch muss eine DESADV-Nachricht an Hornbach retourniert werden, wodurch an Hornbach bestätigt wird, dass der Versand der Ware an den Endkunden erfolgt ist. Die Rechnungsübermittlung erfolgt wie beim Lagergeschäft mit Hilfe von INVOIC-Nachrichten an Hornbach.

Möglichkeiten für die Übermittlung von EDI-Nachrichten

Für den Einsatz von EDI mit Hornbach stehen bei ecosio zwei verschiedene Einsatzformen zur Verfügung. Welche der beiden Formen gewählt wird, ist letztendlich von der Bestellfrequenz Hornbachs und den Automatisierungswünschen des Lieferanten abhängig.

Einsatz von Web EDI

Beim Einsatz von Web EDI werden die Bestellungen von Hornbach über eine eigene Webanwendung empfangen. Nach dem Login mit Benutzername und Passwort sieht der Lieferant alle bisherigen Bestellungen von Hornbach übersichtlich angezeigt. Für die interne Bearbeitung können die Bestellungen im PDF-Format ausgedruckt werden. Auf Basis der eingelangten Bestellungen können über die Webanwendung auch Lieferscheine und Rechnungen an Hornbach retourniert werden.
Bei der Erstellung eines Lieferscheins bzw. einer Rechnung werden dabei so viele Informationen wie möglich aus der darunter liegenden Bestellung übernommen. Dadurch wird der Eingabeaufwand für den Lieferanten minimiert.

Der Einsatz einer Web EDI-Lösung eignet sich dann, wenn nur wenige Bestellungen von Hornbach empfangen werden. Da das Web EDI-System und das interne Warenwirtschaftssystem des Lieferanten keine Verbindung haben, müssen die Belege in beiden Systemen doppelt geführt werden (insbesondere die Rechnungen). Das kann mit der Zeit etwas lästig werden.

Einen höheren Automatisierungsgrad bietet die Lösung auf Basis von klassischem EDI.

Einsatz von klassischem EDI

Beim Einsatz von klassischem EDI erfolgt die Übermittlung der EDI-Belege direkt in das ERP-System des Lieferanten. D.h., dass Bestellungen von Hornbach automatisch und ohne das Zutun eines Sachbearbeiters im ERP-System des Lieferanten aufscheinen und dort weiterverarbeitet werden können. Auf Basis der Bestellungen werden anschließend Lieferscheine und Rechnungen erzeugt, die wiederum automatisch an Hornbach retourniert werden.

Der Vorteil bei klassischem EDI liegt im hohen Automatisierungsgrad des Austausches, wodurch auch hohe Bestellfrequenzen gut abgefedert werden können.

Noch Fragen?

Sie haben noch Fragen zum Thema EDI mit Hornbach? Zögern Sie nicht, und nehmen Sie mit uns Kontakt auf oder benutzen Sie unseren Chat. Wir helfen Ihnen gerne bei der Umsetzung einer passenden EDI-Anbindung an Hornbach.

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