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Peppol in Singapur: InvoiceNow, IMDA und die GST-Integration

Singapur zählt zu den Vorreitern der Peppol-Implementierung im asiatisch-pazifischen Raum. Bereits 2018 wurde das Land zur ersten Peppol Authority außerhalb Europas. Mit dem nationalen Netzwerk InvoiceNow und der GST InvoiceNow Requirement integriert Singapur E-Invoicing und Steuer-Compliance zunehmend direkt in die digitale Infrastruktur.

Für Unternehmen bedeutet das: Wer in Singapur tätig ist oder sich dort freiwillig für GST (Goods and Services Tax) registriert, sollte sich frühzeitig mit Peppol, den Vorgaben der IMDA und den Anforderungen der IRAS auseinandersetzen.

Dieser Leitfaden erklärt:

  • wie sich Peppol in Singapur entwickelt hat
  • welche Rolle IMDA und IRAS spielen
  • welche Anforderungen für Unternehmen gelten
  • wie Sie sich compliant an InvoiceNow anbinden

TL;DR – Peppol in Singapur im Überblick

  • Mai 2018: Singapur wird erste Peppol Authority außerhalb Europas.
  • 2019: Start des nationalen Netzwerks InvoiceNow.
  • Mai 2025: Einführung der GST InvoiceNow Requirement durch die IRAS.
  • 1. November 2025: Pflicht für neu gegründete Unternehmen mit freiwilliger GST-Registrierung.
  • 1. April 2026: Ausweitung auf alle neuen freiwilligen GST-Registrierungen.
  • Format: SG Peppol BIS Billing 3.0, mit geplantem beziehungsweise laufendem Upgrade auf PINT-SG.

Singapur verbindet damit E-Invoicing und Steuertransparenz. Das ist ein wichtiger Schritt in Richtung automatisierte Ende-zu-Ende-Digitalisierung.

Was ist Peppol?

Peppol (Pan-European Public Procurement Online) ist kein E-Procurement-Portal. Es ist ein technischer Rahmen für den sicheren, standardisierten Austausch strukturierter Geschäftsdokumente zwischen Unternehmen und Behörden.

Peppol definiert:

  • Interoperabilitätsstandards,
  • Nachrichtenformate,
  • Governance-Regeln,
  • Zertifizierungsprozesse für Access Points.

Dadurch können Unternehmen Dokumente wie Rechnungen, Bestellungen oder Lieferbestätigungen standardisiert und sicher austauschen.

Peppol in Singapur: Die Entwicklung

2018 bis 2020: Aufbau des Netzwerks

Mai 2018
Die Infocomm Media Development Authority (IMDA) wird erste Peppol Authority außerhalb Europas.

Januar 2019
Start des nationalen E-Invoicing-Netzwerks, das heute als InvoiceNow bekannt ist.

Januar 2020
Einführung eines Kanals zur direkten Einreichung von E-Rechnungen an Behörden.

2020: Förderung der Nutzung

IMDA startet Förderprogramme wie den Chain Leader Grant, um Integrationskosten großer Unternehmen mit mehr als 500 Partnern zu subventionieren. Ziel ist es, die B2B-Digitalisierung zu beschleunigen.

2025 bis 2026: Steuerintegration durch IRAS

Ein entscheidender Schritt folgt 2025.

Mai 2025
Die Inland Revenue Authority of Singapore (IRAS) beginnt mit der Umsetzung der GST InvoiceNow Requirement. Dabei werden Rechnungsdaten über InvoiceNow direkt an IRAS übermittelt.

1. November 2025
Pflicht für neu gegründete Unternehmen mit freiwilliger GST-Registrierung.

1. April 2026
Ausweitung auf alle neuen freiwilligen GST-Registrierungen. Damit wird Steuer-Compliance direkt in den E-Invoicing-Prozess integriert.

Technische Weiterentwicklung: Mehr als nur Rechnungen

InvoiceNow unterstützt inzwischen auch Teile des Beschaffungszyklus, zum Beispiel:

  • Bestellungen,
  • Bestelländerungen,
  • Stornierungen,
  • Order Balance Mitteilungen.

Diese basieren auf:

  • BIS Advance Ordering 3.0,
  • SG BIS Order Balance.

Damit entsteht ein stärker durchgängiger, digitaler Procure-to-Pay-Prozess.

Wer steuert Peppol in Singapur?

Die IMDA fungiert als nationale Peppol Authority und ist verantwortlich für:

  • nationale E-Invoicing-Regeln,
  • lokale Spezifikationen und Erweiterungen,
  • Zertifizierung von Peppol Access Points.

Nur von IMDA zertifizierte Anbieter dürfen als Access Point in Singapur agieren.

Anforderungen für Unternehmen

Das nationale Netzwerk InvoiceNow basiert auf SG Peppol BIS Billing 3.0 und wird in Richtung PINT-SG weiterentwickelt.

Dieses Format baut auf internationalen Standards auf, unter anderem:

  • Peppol BIS Billing 3.0,
  • EN 16931.

Damit bleibt Singapur interoperabel mit dem globalen Peppol-Netzwerk. Unternehmen müssen:

  • SG Peppol BIS Billing 3.0 beziehungsweise PINT-SG verarbeiten können,
  • über einen zertifizierten Access Point angebunden sein,
  • IRAS-GST-Anforderungen erfüllen,
  • technische Updates der IMDA beobachten.

So binden Sie sich an Peppol in Singapur an

  1. Prüfen Sie, ob Ihr ERP-System SG Peppol BIS Billing 3.0 oder PINT-SG unterstützt.
  2. Wählen Sie einen von IMDA zertifizierten Access Point.
  3. Testen Sie die Anbindung gemäß den IRAS-GST-Vorgaben.
  4. Beobachten Sie technische Updates, zum Beispiel zu Advance Ordering 3.0.

Auswahl eines Access-Point-Providers

Der Zertifizierungsprozess ist anspruchsvoll. Daher gibt es nur wenige autorisierte Anbieter, darunter ecosio.

Wichtig: Nicht alle Anbieter bieten eine Fully-Managed-Lösung oder eine API-Integration.

Unterschiede bestehen unter anderem bei:

  • Automatisierungsgrad,
  • Monitoring und Support,
  • Datentransparenz,
  • Integrationsaufwand.

Warum ecosio für Peppol in Singapur?

ecosio gehört zu den ersten europäischen Peppol Access Points und ist auch in Singapur zertifiziert. Wir bieten:

  • zertifizierten Access-Point-Betrieb,
  • API-basierte Integration,
  • vollständige Datentransparenz,
  • Managed-Compliance-Operations,
  • Multi-Country-Plattform (40+ Länder),
  • proaktive regulatorische Updates.

Unsere Lösung ermöglicht:

  • reduzierte Integrationskosten,
  • höhere Prozesssicherheit,
  • geringeren operativen Aufwand,
  • Skalierbarkeit bei internationaler Expansion.

Mit ecosio setzen Sie auf Connections That Work, auch in Asien.

Jetzt handeln: GST-Integration kommt

Die GST InvoiceNow Requirement zeigt, wie konsequent Singapur E-Invoicing und Steuerautomatisierung verbindet. Wer frühzeitig integriert, profitiert von:

  • Effizienzgewinnen,
  • Prozessautomatisierung,
  • Zukunftssicherheit,
  • Wettbewerbsvorteilen.

Kontaktieren Sie unsere Experten für Peppol in Singapur.

Disclaimer
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine steuerliche, rechtliche oder fachliche Beratung dar. Trotz sorgfältiger Recherche ersetzen die Inhalte keine individuelle Beratung durch Rechtsanwalt oder Steuerberatung. Angaben zu Fristen, Standards und Rechtslage im E-Invoicing können sich jederzeit ändern. ecosio übernimmt keine Haftung für Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität.

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Blog author

Carmen Quiñonero López
Product Marketing Manager

Carmen works at the intersection of technology and business, decoding global policies and helping organizations adapt to an ever-changing geopolitical and economic landscape. With a background in international commerce and cooperation, she now focuses on electronic invoicing and global VAT compliance. In her role as Product Marketing Manager at ecosio, she focuses on Go-To-Market strategy and cross-functional alignment, acting as the bridge between teams by translating complex regulatory compliance into clear value propositions for a global audience.

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