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e-Rechnung an den Bund erfolgreich umgesetzt

e-Rechnung an den Bund


eDay 2014
eDay 2014

Seit 1. Jänner 2014 müssen Rechnungen über Waren und Dienstleistungen an den Bund in strukturierter elektronischer Form übermittelt werden. Dabei werden Rechnungen nur mehr ausschließlich
im ebInterface-Format sowie im UBL-Format (über Peppol) akzeptiert. Papierrechnungen und Rechnungen per E-Mail oder im PDF-Format werden nicht mehr akzeptiert. Die e-Rechnung spart dabei den Unternehmen und der Verwaltung Zeit und Geld. Der Bund rechnet mit Einsparungen von sieben Millionen Euro jährlich. Die Wirtschaft wird pro Jahr rund 15 Millionen Euro sparen, so die Prognose.

Die Sicht des Finanzminsteriums

Laut Christian Ihle vom BMF haben mit Stand Ende Februar 2014 bereits 7.000 Unternehmen über 100.000 elektronische Rechnungen an den Bund eingeliefert. Die mit Abstand meist benutzte Variante ist dabei das Onlineformular. Wie eingangs bereits erwähnt, erspart sich der Bund dadurch Ausgaben in Millionenhöhe, da die Abläufe rund um die Verarbeitung der eingegangenen Rechnungen wesentlich erleichtert werden.


Bundesministerium für Finanzen
Bundesministerium für Finanzen

Aber auch für die Unternehmen ergeben sich durch die elektronische Rechnung eine Reihe von Vorteilen. So beginnt das Zahlungsziel der Rechnung mit dem Rechnungserhalt zu laufen. Bei einer elektronischen Rechnung ist der Rechnungserhalt beim Empfänger naturgemäß sofort, was auch zu früheren Zahlungen der Rechnung führt. Alleine in Österreich sind rund 450.000 wirtschaftstreibende Betriebe potentielle Rechnungsersteller und –empfänger.

Die aktuellen gesetzlichen Entwicklungen auf EU-Ebene lassen auch darauf schließen, dass die Verpflichtung zur elektronischen Rechnungslegung in absehbarer Zukunft auch auf Gesamt-EU-Ebene kommen wird. Zur einer Frage aus dem Publikum, wie denn die Anbindung der Länder und Gemeinden geplant ist, meinte Christian Ihle, dass es bereits Interesse von dieser Seite gibt, im Speziellen aus Oberösterreich. Man darf hier also gespannt sein, wie lange es noch dauert bis auch die Gemeinden und Länder auf den e-Rechnungs-Zug aufspringen.

Die Sicht der Wirtschaft

Nach dem Vortrag des BMF stellte Michael Monnerie von proteger.at eine Lösung auf Basis von EasyFirma von WoAxIT vor. In diesem Fall wurde die Web-Service-Schnittstelle direkt in das ERP-System EasyFirma integriert, wodurch ein direkter Rechnungsversand an den Bund möglich ist.

Als zweiter Vertreter der Wirtschaft stellten anschließend die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) sowie die AGM ihre Anbindungslösungen vor.

Das Fazit von allen Wirtschaftsvertretern

Allen Anfangsschwierigkeiten zum Trotz, ist die allgemeine Zufriedenheit mit der elektronischen Rechnung an den Bund hoch. Der große Erfolg des Vorzeigeprojektes „Elektronische Rechnung an den Bund“ hat auch Signalwirkung für die Wirtschaft. Ähnlich wie der Bund die Vorteile der elektronischen Rechnung für die Verarbeitung von Eingangsrechnungen nutzt, können auch Unternehmen von den elektronischen Rechnungen profitieren.

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