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Amazon nimmt Angebote mit ungültiger GTIN aus seinem Sortiment

Die Idee hinter einer GTIN

Eine der zentralen Herausforderungen beim Betrieb von Informationssystemen ist die eindeutige Identifikation von Datensätzen wie Adressen, Rechnungen, Produkte, Dienstleistungen usw. Bleibt man innerhalb der eigenen Unternehmensgrenzen, so sind fortlaufende Nummern wie 1, 2, 3 usw. eine mögliche Lösung. Verlässt man aber die eigenen Unternehmensgrenzen und beginnt Daten mit anderen Unternehmen auszutauschen, so wird die eindeutige Identifikation — zum Beispiel von Produkten — schon zur Herausforderung.

Die Wahrscheinlichkeit ist recht hoch, dass auch ein anderes Unternehmen die eindeutigen Bezeichnungen 1, 2, 3 usw. verwendet. Es braucht daher Bezeichnungen, die weltweit eindeutig und überschneidungsfrei sind, sodass keine zwei Produkte weltweit dieselbe Nummer haben.

Genau diese Anforderung kann mit Hilfe einer Global Trade Identification Number (GTIN) erfüllt werden. Diese dreizehnstelligen Nummern werden von einer zentralen Organisation vergeben — der GS1. In Deutschland ist die zuständige Landesorganisation die GS1 Germany, welche für die Nummernvergabe zuständig.

GTINs sind global eindeutige und überschneidungsfreie Nummern. Dank der zentralen Vergabe durch GS1 ist garantiert, dass keine Doppeltvergaben erfolgen. Als Konsument kennt man GTINs am ehesten in der maschinenlesbaren Form als Strichcode. Die GTIN der unten abgebildeten Grissini-Packung lautet: 8003490037206.


GTIN auf einer Grissini-Packung
GTIN auf einer Grissini-Packung

Amazon und GTINs

Als weltweit größter Onlinehändler hat Amazon eine sehr große Anzahl von Produkten in seinem Sortiment. Naheliegend also, dass auch Amazon verstärkt auf das Thema GTIN setzt und seinen Händlern nahelegt, die eigenen Produkte korrekt mit GTINs auszuzeichnen.

Für große Händler und Hersteller ist die Verwendung von GTINs mittlerweile seit vielen Jahren Standard. Ohne die Auszeichnung eines Produktes mit Hilfe einer GTINs ist z.B. kein Verkauf im Handel möglich, da die stationären Händler GTINs als Grundvoraussetzung für eine Geschäftsbeziehung vorschreiben.


Screenshot der Amazon Webseite
Screenshot der Amazon Webseite

Bei genauerer Überlegung scheint dies auch durchaus nachvollziehbar. Ohne eine GTIN könnte die oben abgebildete Bohrmaschine in einem Baumarkt beispielsweise nicht an der Kasse mit einer Scanner gelesen werden.

Kleinere Händler, die auf Amazon verkaufen, haben aber oft keine GTINs vergeben und aus diesem Grund einfach als provisorische Lösung eigene GTINs vergeben. Das ist nicht wünschenswert, da in diesem Fall nicht mehr garantiert ist, dass GTINs eindeutig sind.

Wie kann man die Echtheit einer GTIN überprüfen?

Da GTINs zentral von GS1 vergeben werden, gibt es auch eine zentrale Datenbank, in welcher GTINs erfasst sind. Diese nennt sich GEPIR (Global Electronic Party Information Register) und ist öffentlich zugänglich. Für nicht registrierte Benutzer ist die Anzahl der möglichen Abfragen auf eine bestimmte Anzahl pro IP-Adresse beschränkt. Registrierte Benutzer können die Datenbank auch über eine Web Service-Schnittstelle ansprechen, womit automatisierte Abfragen möglich sind. Offensichtlich geht auch Amazon diesen Weg und prüft über GEPIR, ob die verwendeten GTINs zulässig sind.

Amazon und EDI

GTIN spielen vor allem im Rahmen des elektronischen Datenaustausches eine sehr wichtige Rolle, wo sie zur eindeutigen Produktinformation herangezogen werden. Dabei werden oft nicht nur die einzelnen Produkte mit Hilfe von Strichcodes ausgezeichnet, sondern beispielsweise auch Überverpackungen (so genannte ‚Display-Artikel‘). Wie der elektronische Datenaustausch mit Amazon genau funktioniert, haben wir in einem früheren Beitrag bereits vorgestellt.

Noch Fragen?

Sie haben noch Fragen zum Thema GTIN oder zum elektronischen Datenaustausch mit Amazon? Zögern Sie nicht und nehmen Sie mit uns Kontakt auf oder benutzen Sie unseren Chat — wir helfen Ihnen gerne weiter!

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